FelsenFest

24/07/2017 - 3 Antworten

Man sieht die Felsen steil und hart
sich aus der Dürre heben.
Auf ihrer Spitze scheint fast erstarrt
für immer alles Leben.

Doch sieh,  dem Fels so hart und steil
entspringt ein stilles Beben.
Auf seiner höchsten Spitze feil,
sich Zwei der Lust hingeben.

Aus ihnen spricht die Perfektion
gesagt ist jedes Wort.
Genuss und Ruhe als Option –
vereint – an diesem Ort.

Bruno Dumont l'humanité

© Mindsplint
Photo: Bruno Dumont

Sexed up

10/07/2017 - 4 Antworten

Traurig – aber ich mags sooooo sehr…..

Leichtfertig Dahingesagtes hat viel kaputt gemacht
Ich komme langsam mit dem klar, was du gesagt hast
Nein, ich bilde mir das nicht bloß ein
Ich kann nicht Tag für Tag –
die Toten neu aufwecken

Warum reden wir nicht drüber?
Warum zweifelst du immer daran, dass es auch besser laufen kann?
Das hält mich nicht gerade hier fest

Warum trennen wir uns nicht einfach?
Es gibt eh nichts mehr zu sagen
Meine Augen sind geschlossen
Und ich bete, dass sie nicht wieder vom rechten Weg abkommen
Wir sind nicht mehr scharf aufeinander
Das ist es, was den Unterschied ausmacht
Ich hoffe, du verschwindest einfach

Du sagst, das mit uns kann nie was werden
Nun, ich bin schnell gelangweilt
Ist das in Ordnung für dich?
Streich mich von deiner Liste
Lass dies unseren letzten Kuss sein
Ich gehe einfach fort

Warum reden wir nicht darüber?
Ich stehe direkt vor dir, kein Grund zu schreien
Mit der Zeit werden wir schon alles vergessen
Lass uns einfach so tun als wären wir uns nie begegnet

Warum trennen wir uns nicht einfach?
Es gibt eh nichts mehr zu sagen
Meine Augen sind geschlossen
Und ich bete, dass sie nicht wieder vom rechten Weg abkommen
Wir sind nicht mehr scharf aufeinander
Das ist es, was den Unterschied ausmacht
Ich hoffe, du verschwindest einfach

Scheiß auf dich!
Deinen Geschmack mochte ich eh nie
Ich hab mich damals für dich entschieden
Aber das ist jetzt alles zum Teufel
Es ist Samstag
Ich werde ausgehen und jemand anderen wie dich finden

Warum trennen…?
Warum trennen wir uns nicht einfach?
Es gibt eh nichts mehr zu sagen
Meine Augen sind geschlossen
Und ich bete, dass sie nicht wieder vom rechten Weg abkommen
Wir sind nicht mehr scharf aufeinander
Das ist es, was den Unterschied ausmacht
Ich hoffe, du verschwindest einfach
Ich hoffe, du verschwindest einfach
Ich hoffe, du verschwindest einfach

Kann sowohl „Ich kann nicht jeden Tag Wunder vollbringen“ als auch „Ich kann/will nicht jeden Tag über dasselbe diskutieren“ bedeuten.
Gemeint ist: Er hofft, dass er nicht wieder schwach wird und bei ihr bleibt.

DropDown

27/06/2017 - Leave a Response

Entscheide, was du willst.

Schreib‘ es auf,
mach einen verdammten Plan.

Und
?
Arbeite daran.

.

.

.

Jeden.

Einzelnen.

Tag.

Simon McCheung

Dann kannst du dich irgendwann – entspannt fallen lassen…

© Mindsplint
Photo: Simon McCheung

SeifenBlasen

07/06/2017 - Leave a Response

‚Jeder ist soweit unglücklich, als er es zu sein glaubt.‘
(Zitat:
 Lucius Annaeus Seneca)

Wenn ich an neulich zurück denke,
kommen mir unwillkürlich Seifenblasen in den Sinn.
Diese bunt schillernden kleinen Kugeln –
bestehend aus einem extrem dünnen, feuchten Film –
vermischt mit ein wenig Natriumsalz.
Sie gleiten quasi planlos umher,
doch ihr Weg kann bereits durch sanftes Hauchen
entschieden beeinflusst werden.

Für gewöhnlich bleiben sie nur wenige Momente stabil,
denn sie reagieren bereits auf die kleinsten Berührungen
überaus empfindlich.
Wegen dieser so leichten Vergänglichkeit stehen sie für etwas,
das zwar überaus anziehend und faszinierend,
aber dennoch inhaltslos ist – ohne Gehalt sozusagen.
Sie spiegeln sowohl die absolute Schönheit –
als auch die Flüchtigkeit des menschlichen Lebens wider.

Und immer dann, wenn eine dieser Kugeln platzt, bin ich traurig.
Weil mit ihr ein Traum endet, sich eine Illusion verflüchtigt.
Da, wo gerade noch  bunt glänzende Blasen schwebten,
mal schneller, mal weniger schnell – mal einzeln und mal gepaart –
mal riesengroß, mal klitzeklein –
mal farbenfroh und mal einfach nur transparent glänzend –

bleiben am Ende nur noch winzige Tropfen von Nässe übrig.

Gut, wenn immer ein wenig dieser verheißungsvollen Lösung greifbar ist.
Schnell den Stab noch einmal eintauchen und pusten,
neue Visionen erzeugen.
Das Glitzern abermals durch neue Spannungsbögen aufblitzen lassen.
Sich erneut durch den Glanz der Schwerelosigkeit

… Genuss verschaffen.

© Mindsplint

Kate Zaidova - Unsplash

Photo: Kate Zaidova 

Silberrücken

03/04/2017 - Leave a Response

„Während eines der Affenmädchen
einer mittelgroßen Gruppe von Primaten
in Sichtweite – verlegen
mit einem Handtelefon Bilder in die Luft schießt,

mustert der stattliche Silberrücken
während des Besuchs des Düsseldorfer Allwetterzoo’s

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…lieber die Zaungäste an der Tränke.“

© Mindsplint

Love my life…

22/02/2017 - 2 Antworten

Binde deine Seele an mich
Ich werde dich nie ganz gehen lassen
Eines Tages werden deine Hände
stark genug sein, mich zu halten

Ich bin vielleicht nicht für alle deine Kämpfe da
Aber du wirst sie schlussendlich gewinnen
Ich bete, dass ich dir alles gebe, was zählt
So dass du eines Tages zu mir sagen wirst

Ich liebe mein Leben
Ich bin stark
Ich bin schön
Ich bin frei
Ich liebe mein Leben
Ich bin wundervoll
Ich bin magisch
Ich bin ich
Ich liebe mein Leben

Ich bin nicht meine Fehler
Und Gott weiß, ich habe ein paar gemacht
Ich habe angefangen, die Engel in Frage zu stellen
Und die Antwort, die sie gaben, warst du

Ich kann nicht versprechen, dass es keine Traurigkeit geben wird
Ich wünschte, ich könnte das von dir nehmen
Aber du wirst die Stärke finden um dem Wahnsinn zu begegnen
Und es sehen, weil es stimmt

Ich liebe mein Leben
Ich bin stark
Ich bin schön
Ich bin frei
Ich liebe mein Leben
Ich bin wundervoll
Ich bin magisch
Ich bin ich
Ich liebe mein Leben

Finde die
Anderen
Mit Herzen
Wie deinem
Renne weit
Renne frei
Ich bin bei dir

Ich liebe mein Leben
Ich bin stark
Ich bin schön
Ich bin frei
Ich liebe mein Leben
Ich bin wundervoll
Ich bin magisch
Ich bin ich
Ich liebe mein Leben
Ich liebe mein Leben
Ich bin stark
Ich bin schön
Ich bin frei
Ich liebe mein Leben
Ich bin wundervoll
Ich bin magisch
Ich bin ich
Ich liebe mein Leben

Und schließlich
Bin ich, wo ich sein will

Ich finde, eine schönere Liebeserklärung kann ein Vater seiner Tochter nicht machen….

                     RaumTraum

30/10/2016 - Leave a Response

Augenblicke der Veränderung
Veränderung im Blick
Augenblick
Blickrichtung
Wechsel

Bleischwer
federleicht
…vielleicht
Vielleicht aber auch nicht
Noch nicht

Später, ja
Später ist die Veränderung normal
Ebenso wie der Augenblick
Und der Blick auf den Augenblick
Zwar aus einem anderen Blickwinkel
dennoch gewechselt

Mein Wunsch für den Augenblick
dass mein Blick
nach dem Wechsel
meine Blickrichtung
die richtige war
die richtige ist

Für wahr

 

HEBA AMEN


© Mindsplint
Photo: Heba Amen

 

Traffic

22/10/2016 - Leave a Response

Nachgedacht – ob es an einem selbst liegt,
an dem/n anderen….
oder einfach nur an diesem  Ort.

Es geht nicht.
Nicht mehr.
…hier.

Und anderswo?
Vielleicht.

Vielleicht gibt es ja diesen einen Ort, an dem man sich aufgehoben fühlt.

Angekommen.

Ich meine, wer weiß das schon.

?

adam-bird

Ich packe meinen Koffer….

© Mindsplint
Photo: Adam Bird

Librium

22/09/2016 - Leave a Response

Jetzt kommen diese ruhigen Tage.
Diese Tage zwischen dem Alten
und dem Neuen.
Der Kopf wird aufgeräumt.
Sortiert, in Balance gebracht.
Und alles Unwesentliche?

alexander-khokhlov

…wird entsorgt.

© Mindsplint
Photo: Alexander Khokhlov

Circular

01/08/2016 - Leave a Response

Irgendwie ist er weg – der Glanz deiner Augen.
Der Ausdruck, die Kraft – diese einzigartige Anziehung.
Wieso?
Was ist passiert…

Frank Delamans

?

© Mindsplint
Photo: Frank Delamans

Absprung

13/07/2016 - Leave a Response

„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.“
Oscar Wilde

Von daher:
Aufstehen und weiter gehts…

Tomas Januska

Photo: Tomas Januska

Labyrinth

02/07/2016 - Leave a Response

Er ist immer noch da, klopft an.
Zieht sich wie ein endlos langer Faden durch ihre Gedankenwelt.
Ihren Tag, ihre Nacht, ihre Träume.
Wie eine Wucherung, die sich in ihrem Kopf festgesetzt hat,
ihren Körper regiert,
scheinbar irreparabel.
Mal mehr und mal weniger quälend – wie ein Signal,
welches sie warnt –
…sie aber immer und immer auch wieder an ihn erinnert.

Verbunden sowohl mit Sinnes-  als auch mit Gefühlserlebnissen –
bis hin zum Schmerz.
Und nein,
das ist keine subjektiv empfundene Gefühlsduselei, es tut ihr wirklich weh.

jeremy-clausse

Sie sollte mit ihm abschließen.

Und ihn – ein und für alle mal  – vergessen.

© Mindsplint
Photo: Jeremy Clausse

WolkenBruch

27/06/2016 - Leave a Response

Oder: Männer sind anders – Frauen auch.

Es ist kalt.
Die Luft vibriert und ein Hauch von Aceton schwingt mit.
Gegenüber statt nebeneinander, Monolog versus Dialog.
Kein gemeinsamer Nenner, kein Licht im Dunkeln.

Du gehst über die dünne Eisschicht meiner Gedanken hinweg
und ich habe Angst zu sehen, hinzusehen.

An der Grenze zwischen drinnen und draußen
denke ich mich hin zu dem Ort,
an dem wir vielleicht zusammen kommen könnten –
so wir es denn wollten…

Es ist und bleibt ein Wirrwarr.

Alex Stoddard

© Mindsplint
Photo: Alex Stoddard

ÜberNacht

03/06/2016 - Leave a Response

Es ist 03:23h und er sitzt auf dem linken der 3 Sitzplätze an der Bushaltestelle
und wartet auf den Nachtexpress, der ihn nach Hause fahren wird.

Er lehnt den Kopf gegen die Plexiglaswand, schmiegt sich in die Ecke und
döst mit geschlossenen Augen vor sich hin. Heute war der Teufel los,
der Club war voller denn je und er hatte eine harte Schicht hinter sich.
Wenn der Bus doch nur endlich kommen würde, damit er endlich ins Bett gehen
und ausschlafen könnte, denkt er. Es ist kalt und ihn fröstelt es, deshalb zieht er
sich seine Jacke vor der Brust strammer zusammen und hüllt sich in sie hinein. Laute Schritte nähern sich, er schreckt auf.

Nur circa 20 Meter von ihm entfernt nimmt er im Schein der Straßenlaterne
3 düstere Gestalten wahr, die sich ihm nähern – auf ihn zu kommen.
Jeder von ihnen hat einen Knüppel in der einen Hand und schlägt sich damit
klack-klack, klack-klack – provozierend auf die jeweils andere Handfläche.
Der in der Mitte Gehende blickt exakt in seine Richtung, brennt seinen Blick
zu ihm rüber, so scheint es – und sagt mit lauter Stimme zu den beiden Anderen:
„Da, der da.   Der wird es heute sein!“
Er zeigt dabei symbolisch mit dem Knüppel auf ihn.

Zum Weglaufen ist es zu spät, denn mittlerweile sind sie schon so nah
bei ihm, dass er sogar ihren Schweißgeruch riechen kann.
Oder ist es sein eigener Schweiß?  Angstschweiß?

Doch diese Frage wird sich für ihn wohl nicht mehr beantworten…

© & Photo: Mindsplint

.

I will

20/05/2016 - Leave a Response

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Who knows how long I’ve loved you
You know I love you still
Will I wait a lonely lifetime?
If you want me to I will

For if I ever saw you
I didn’t catch your name
But it never really mattered
I will always feel the same

Love you forever and forever
Love you with all my heart
Love you whenever we’re together
Love you when we’re apart

And when at last I find you
Your song will fill the air
Sing it loud so I can hear you
Make it easy to be near you
For the things you do endear you to me
Oh, you know I will
I will

Photo: Steeplechase by Cees Krijnen
 Music by Paul McCartney / Beatles


PopArt

13/05/2016 - Leave a Response

Eugenio Recuenco

…ist wie Sex den man wollte,  just in diesem Moment.
Schillernd, reizvoll, lasziv und bunt.

Aber mitunter hinterlässt er für lange Zeit ein hässliches Gefühl
das an einem klebt,  wie ein alter Kaugummi.

Ja, oder?

© Mindsplint
Photo: Eugenio Recuenco

Amygdala

12/05/2016 - Leave a Response

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Der Weise behauptet, dass es lediglich zwei Grundemotionen gibt
und alle anderen aus ihnen hervorgehen.
Die Liebe und die Angst.
Die Angst wird jedoch oft negativ belegt.

Obwohl sie ebenso ihren Platz hat – und ihren Sinn.

© Mindsplint
Photo: Spencer Tunick

It’s up to you

09/05/2016 - Leave a Response

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It’s not too late to find an opening…

Photo: Susana Blasco

KlangKörper

28/04/2016 - Leave a Response

Er vertont seine Taten…

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Sie – verdichtet sie.

© Mindsplint
Photo: Emil Obrázok

Affaire

27/04/2016 - Leave a Response

Was ist eine Affaire schon anderes als ein französisches Wort
für eine spannende und leidenschaftliche Erfahrung, die sich
dadurch auszeichnet,
nicht den Anspruch zu erheben – für immer zu sein.
?

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…wir sollten alle nur noch Affairen haben.  🙂

© Mindsplint
Photo: Andre Steiner

Sign of the time(s)

22/04/2016 - Leave a Response

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Er war ein wichtiger musikalischer Wegbegleiter meiner Jugend…
>> I only wanted to see you laughing in the purple rain <<
One of my favorites:  1999

WochenEndeeeee…..

08/04/2016 - Leave a Response

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02/04/2016 - Leave a Response

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Kontext

26/02/2016 - Leave a Response

Im Grunde sind sie aus dem selben Guss,
suchen Nähe – alles geht, nichts muss.
Das reicht ihnen aus – macht sie zufrieden,
Gespräche werden tunlist vermieden.

Sie gehen auf in ihrer Ekstase,
genießen jede prickelnde Phase.
So wollen sie sich miteinander entfalten,
ihre Träume mit Sinnlichkeit gestalten.

Keiner mag Kompromisse eingehen,
denn die Welt wird sich auch so weiter drehn‘.
Den einfachsten Weg haben sie für sich gewählt,
und niemandem davon erzählt.

Sie denken an alles, nur nicht an morgen,
und noch – machen sie sich keinerlei Sorgen.
Tauchen gemeinsam auf und ab,
keiner will stoppen, keiner macht schlapp.

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Doch plötzlich bricht dann alles entzwei,
der falsche Zeitpunkt – aus und vorbei.
Und auch das haben sie so für sich entschieden,
ohne Worte – so haben sie den Kampf vermieden.

Statt sich zu stellen, sich neu zu spiegeln,
beginnen sie, sich einzuigeln.
Abstand wird zwingend in Kauf genommen,
um mit dem (W)Irrsinn klar zu kommen.

Zu hoffen ist, dass sie bald erwachen –
und merken, was sie mit sich und mit dem anderen machen.
Wünschenswert zudem, dass es zeitnah passiert,
damit keiner den anderen gänzlich verliert.

© Mindsplint
Photo by David Mark McKeague

Schwingungen

12/02/2016 - Leave a Response

Die steigende Frequenz

meiner  Fragen

ändert nichts

an den Antworten…

© Mindsplint

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15/10/2015 - Leave a Response

Zweifel

…immer wieder diese Zweifel, das Richtige
getan zu habe…

Sie hatte ihn verlassen, weil er nicht frei war.
Nicht frei für sie.
Befangen.
Gefangen.
In der Rolle, die er spielte. Andere Prioritäten setzend,
mit denen sie nicht zurecht kam.
Nicht zurecht kommen wollte,

…auf Dauer.

Sie war nervös, lief hin und her zwischen dem Tisch und dem Spiegel,

schaute immer wieder hinein,
konnte aber an ihrem Äußeren keine Veränderung feststellen.

Sie hatte Glück gehabt,
denn man sah ihr nichts an.
Nichts von dem, was sie getan hatte.
Erlebt hatte .
Durchlebt hatte… durch ihn!

Es waren keine Tränen mehr da.

Warum hatte sie es getan?
Warum hatte sie sich diesem Mann hingegeben…
War es überhaupt ihr Wunsch gewesen
Oder hatte sich das Ganze auf einmal verselbstständigt?

Wieder Zweifel

War sie sich selber so wenig wert, dass sie das nötig hatte?
Oder war es der Reiz.
Der Reiz, der von ihm ausgegangen war.
Von dem Mann, der sie so unendlich betört hatte.
So sehr, dass sie alle Grenzen über Bord geworfen hatte.

Sie stellte sich ihn vor,
wie er auf sie gewirkt hatte, als sie ihn traf.

Alan Spazalli

Er war groß und machte einen starken Eindruck.
Vermittelte ihr ein Gefühl von Sicherheit.
An seine Haarfarbe konnte sie sich nicht erinnern,
auch nicht an seine Augenfarbe.
All das war verschwommen.

Aber an die Größe seiner Hände und an seinen Geruch erinnerte sie sich.
In Gedanken ließ sie den Moment noch mal Revue passieren, als er sie zum ersten Mal berührte,
mit seinen Händen durch ihr Haar fuhr.
Er kam ihr dabei so nah, dass sie seinen Geruch registrierte.
Er roch nach Mann, nach Verwegenheit, nach mehr…
Dieser Geruch war sicherlich mit einer der Auslöser gewesen, weswegen sie sich hatte gehen lassen.
Ohne Rücksicht auf Verluste.

Ja, sie gehörte schon immer zu der Sorte von Menschen, die sich an Gerüchen orientierten.
Es war ihr wichtig, jemanden riechen zu können.

Sie hielt es zu Hause nicht mehr aus, brauchte frische Luft.
Luft zum Atmen,
sie musste raus.
Ohne nachzudenken riss sie die Türe auf und lief nach draußen.
Es war Nacht.
Sie lief und lief, hatte keine Ahnung, wie lange –
noch wohin.
Sie schaute nicht auf die Uhr, nahm auch die Kälte nicht war,
irrte durch die verlassenen Straßen.

Ein Taxi fuhr an ihr vorbei.
2 Passanten schauten ihr nach, guckten verwundert.

Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie vergessen hatte, Schuhe anzuziehen.

Erst jetzt merkte sie auch, dass es sinnlos war, wegzulaufen.
Sie konnte vor ihrer Vergangenheit nicht weglaufen.
Aber die Gegenwart konnte sie verändern,
um in Zukunft wieder in den Spiegel schauen zu können.

Sie ging heim.
Nahm das Foto von ihm,
das Einzige, welches sie besaß –
legte es in die Badewanne und steckte es mit Hilfe von Streichhölzern an,
bis es brannte,
es knisterte,
es in Asche zerfiel.

Anschließend spülte sie die Wanne sauber,
lüftete

und ging zu Bett.

© Mindsplint
Photo: Alan Spazalli

Such(t)bild

12/10/2015 - Leave a Response

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Photo: Mindsplint

Love it…….

04/09/2015 - Leave a Response

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SUPERMAX – Love Machine

 https://www.youtube.com/watch?v=Dz7-WELmX1U

WellenGang

13/09/2014 - Leave a Response

Sie steht am Ufer und schaut dem Stück Holz nach, welches sie gerade ins Wasser geworfen hat.
Es treibt ab, getragen von kleinen Wellen – immer weiter weg.

Rollei Rollei

Sie würde gerne mit dem Holzstück tauschen, geht es ihr durch den Kopf.
Federleicht wirkt es, und passt sich seiner neuen Situation perfekt an.
Es trudelt scheinbar schwerelos dahin, ohne einen Gedanken darauf zu verschwenden,
ob, wie, oder wo es ankommt.

Und wie sieht es bei ihr aus?
In ihr?

Sie setzt sich ans Ufer, winkelt die Beine an, umgreift sie mit ihren Armen und legt das Kinn auf ihre Knie. Und ihre Gedanken reisen in die Ferne.

Ja, das was sie dem Holzstück neidet, ist seine Freiheit.
Nicht die Freiheit im üblichen Sinne, sondern die Tatsache, sich einfach fallen lassen zu können, und trotzdem getragen zu werden.
Nicht unter zu gehen, im Spielraum.
Egal, wo hin die Reise führt.
Bei ihr nämlich, sieht das anders aus. Sie ist Rationalistin und lässt sich niemals fallen. Nie würde sie etwas dem Zufall überlassen. Und genau in diesem Jetzt weiß sie, dass sie sich selber um eine kostbare Erfahrung bringt, indem sie niemals etwas einfach geschehen lässt, sondern alles versucht, im Vorfeld zu strukturieren. Und ja, darin ist sie wirklich perfekt, geradezu pragmatisch.
Und stets zielorientiert.
Was natürlich auch zumeist gute Ergebnisse einbringt,
keine Frage.

Die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen und dann niemanden zu haben,
der sie auffängt, ist dennoch stets um sie.
Wäre da jemand, der sie in den Arm nehmen und sagen würde:
„Kopf hoch, alles wird gut!“ – wäre es vielleicht anders.
Ist es die Angst, als Niete zu gelten, wenn wirklich mal etwas anbrennt?
Oder bildet sie sich nur ein, etwas an ihrem Charakter ändern zu können, obwohl es schier unmöglich ist?
Weil ihr Vorgehen in Wirklichkeit fest in ihren Genen verankert liegt?
Dieses ständige Verlangen nach Tadellosigkeit?
Ja, sie glaubt – dass es DAS ist.

Sie schaut wieder aufs Wasser und versucht, das treibende Holzstück auszumachen, doch es ist verschwunden.
Weggetragen, mit Hilfe von kleinen Wellen.
Ausgebrochen ist es – sie kann die Augen noch so anstrengen, es ist fort.

Das ist ihr Zeichen, aufzustehen. Sie schiebt die Gedanken beiseite, da sie eh nichts an dieser, ihrer Fügung ändern kann.
Spät ist es geworden, es beginnt mittlerweile zu dämmern.
Vorsichtig klettert sie die Böschung empor und geht heim.

Zu dem Ort, wo noch ein morgen ohne Abriss darauf wartet,
konzipiert zu werden.

© & Photo: Mindsplint

Tomte Tummetott

07/12/2013 - Leave a Response

„Nur weil man etwas nicht sieht, heißt das noch lange nicht, dass es das nicht gibt…“

Es ist still auf dem kleinen, einsam gelegenen Gehöft. Schwer liegt der Schnee auf den Zweigen der Tannen und als auch das letzte Licht, dass eines der kleinen Fenster von innen schimmern ließ, ausgegangen ist, scheint sich nichts mehr zu rühren. Die Nacht ist klar und ein wunderschöner, klarer und runder Mond geht hinter den nicht weit entfernt liegenden Bergen auf, am Himmel funkeln die Sterne. Er lässt die schneebedeckte Landschaft schimmern und wie verzaubert daliegen.
Doch zwischen den Gebäuden bewegt sich ein Schatten. Verstohlen und leise, von den Menschen nicht bemerkt, schleicht eine kleine, gebeugte Gestalt durch den Schnee. Es ist Tomte Tummetott, ein kleiner Wichtel mit roter Mütze, der sehr, sehr alt ist. Denn viele hundert Sommer und Winter sah er kommen und gehen. Aber er wurde noch von keinem Menschen gesehen, aber alle wissen, dass es ihn gibt. Tomte kommt nur in der Nacht aus seinem kleinem Winkel auf dem Heuboden und am nächsten Tag sind die kleinen Wichtelfußtapfen das einzige was von ihm zurück geblieben ist.Der Wichtel sieht nach dem Rechten, er schaut in Scheune und Stall, in Speicher und Schuppen hinein. Er bewacht die schlafenden Menschen und die Tiere auf dem Hof und erzählt ihnen vom Frühling, der bald kommen wird …



…weil ich nicht nur die Bilder dieses Buches, sondern auch die Geschichte – mit all ihren versteckten Inspirationen – wunderschön finde, habe ich den kleinen Titelhelden nachgebastelt,

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um mit ‚ihm‘ zusammen den Kindern meiner Gruppe dieses Buch vorzustellen – und sie mit auf eine Reise in den Winter zu nehmen…
Im abgedunkelten Raum haben wir in Wolldecken und Kissen gekuschelt im Kreis auf dem Boden gesessen. Einzig ein Lichterschlauch, der in der Mitte lag, hat uns Licht gespendet. Genau so viel, wie notwendig war.
~
Ich glaube, die Kinder haben seit Freitag ein neues Lieblingsbuch – und einen kleinen Lieblingswichtel noch dazu.
,-)

© Mindsplint

Pfeffermatz

... sucht das Glück und findet Geschichten!

simple Ula

I want to be rich. Rich in love, rich in health, rich in laughter, rich in adventure and rich in knowledge. You?

Unerhörte Worte

Nur das ist wahr, worüber es geschriebene Worte gibt

Sunny Moeller

Meine Sicht der Dinge

2812 photography

random photography by Pete Rosos

SCHWABENKRAWALL

Neben dem Gitarre spielen auch nicht richtig schreiben zu können und es dennoch tun, zeugt von einem gewissen Fatalismus